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Pressemeldungen - Nachrichten

Quelle: tagesanzeiger.ch / 7. März 2008

China schnürt Korsett für Popstars enger

Nachdem die isländische Sängerin Björk an einem Auftritt in Shanghai «Tibet! Tibet!» schrie, verschärft Chinesische Führung die Regeln für Konzerte ausländischer Musiker.

Die exzentrische Popsängerin schloss letzten Sonntag ihr umjubeltes Konzert in Schanghai mit dem Song «Independence» (Unabhängigkeit) und dem Aufschrei «Tibet! Tibet!». Damit habe die Künstlerin gegen chinesisches Recht verstossen und die Gefühle der Menschen verletzt, lässt das chinesische Kulturministerium heute auf seiner Website verlauten.

Um solche unliebsamen Zwischenfälle zu vermeiden, will die Kulturbehörde die Kontrollen im Vorfeld solcher Auftritte verstärken. Künstler, die es der Isländerin dennoch gleichtun, könnten künftig auf einer Schwarzen Liste landen und dürften dann nicht mehr in China auftreten, so das Ministerium weiter. Denn wer sich öffentlich für die Unabhängigkeit Tibets ausspricht, ist ausdrücklich nicht mehr willkommen

Tibet ist seit 58 Jahren von China besetzt. Peking verbittet sich jegliche Einmischung in innere Angelegenheiten und reagiert auf Solidaritätsbekundungen für Tibet sehr empfindlich. Viele Tibeter sehen im Dalai Lama, ihrem geistlichen Oberhaupt, den rechtmässigen Herrscher. Dieser betont jedoch, keine Unabhängigkeit, sondern eine weitgehende Autonomie für Tibet zu fordern.   (yku/ap)

 

 

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