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Exil-Regierung

Geschichte - Hintergrund

1949 ist die Volksbefreiungsarmee Chinas in die tibetische Provinz Amdo im Nordosten Tibets einmarschiert und hat in der Folge das gesamte tibetische Gebiet gewaltsam besetzt. Die tibetische Widerstandsbewegung gipfelte schliesslich im tibetischen Volksaufstand vom März 1959, der von der chinesischen Besatzungsmacht niedergeschlagen wurde. Daraufhin musste Seine Heiligkeit der Dalai Lama nach Indien flüchten. Ihm folgten rund 80'000 Tibeterinnen und Tibeter, die sich in Indien, Nepal und Bhutan niederliessen. Die Zahl der Flüchtlinge nimmt auch heute noch täglich zu. Zur Zeit zählt die tibetische Exil-Gemeinschaft, einschliesslich der im Exil geborenen Generationen rund 130'000 Tibeterinnen und Tibeter.

Am 29. April 1959 bildete Seine Heiligkeit der Dalai Lama in Mussoorie im Norden Indiens die Tibetische Regierung im Exil und stellte somit den Fortbestand der Regierung des freien Tibets wieder her. Er nannte diese „Central Tibetan Administration“ (CTA). Im Mai 1960 zog die Exilregierung nach Dharamsala, im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh, um.

Die CTA wird von den Tibeterinnen und Tibetern inner- und ausserhalb Tibets als die einzige legitime Regierung anerkannt. Zunehmend wird sie auch weltweit von Parlamenten als die legitime Regierung wirkliche Vertretung des tibetischen Volkes akzeptiert.

Von Anfang an hat die CTA sich um die Rehabilitierung tibetischer Flüchtlinge und der Wiederherstellung der Freiheit Tibets gekümmert. Die Erziehung und Ausbildung der heranwachsenden Generation standen auf der obersten Liste des Programms der Rehabilitierung.

Zur Vorbereitung eines zukünftigen Tibets beschloss die CTA gleichzeitig, mit der modernen Demokratie zu experimentieren. Am 2. September 1960 wurde das Tibetische Exilparlament gegründet. Damals war es bekannt als Kommission der Tibetischen Volksabgeordneten. Später wurde der Name geändert in die Versammlung der Tibetischen Volksabgeordneten.

1990 kündigte Seine Heiligkeit der Dalai Lama einen weiteren Schritt der Demokratisierung an. Die Versammlung der Tibetischen Volksabgeordneten wurde auf 46 Mitglieder erhöht. Die Versammlung wurde dann ermächtigt, den Kashag bzw. den Ministerrat zu wählen. Zugleich wurde der Ministerrat diesem tibetischen Exilparlament gegenüber verantwortlich gemacht. Ausserdem wurde auch die Judikative, bekannt als die höchste Gerichtskommission, institutionalisiert.

Die Versammlung der Tibetischen Abgeordneten erliess das Grundgesetz der Tibeterinnen und Tibeter im Exil unter dem Titel „Die Verfassungsurkunde der Tibeterinnen und Tibeter im Exil“.

Heute funktioniert die CTA wie eine wirkliche Regierung. Sie führt alle Departemente und besitzt alle Merkmale einer freien demokratischen Regierung.

 

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