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Legislative

Versammlung der Volksabgeordneten

Die Versammlung der Tibetischen Volksabgeordneten ist die höchste gesetzgebende Gewalt der tibetischen Flüchtlingsgemeinschaft. Sie wurde 1960 gegründet. Die Schaffung dieses demokratisch gewählten Organs war eine der wichtigsten Änderung, die Seine Heiligkeit der Dalai Lama im Rahmen seiner Bemühungen um die Einführung eine demokratischen Verwaltungssystems hervorgebracht hat. Die Versammlung setzt sich aus 46 Abgeordneten zusammen. Die drei traditionellen Provinzen Tibets Ü-Tsang, Kham und Amdo wählen je zehn Mitglieder, während die Angehörigen der vier Schulen des tibetischen Buddhismus sowie die Anhängerinnen und Anhänger des traditionellen Bön-Glaubens je zwei Mitglieder wählen. Drei Abgeordnete werden von Tibeterinnen und Tibetern im Westen gewählt: zwei aus Europa und ein Mitglied aus Nordamerika. Drei Mitglieder der Volksversammlung werden aufgrund ihrer besonderen Leistung in Bereichen der Kunst, der Wissenschaft, der Literatur und der gemeinnützigen Arbeit direkt von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama nominiert.

Die Versammlung der Tibetschen Volksabgeordneten wird geleitet von einem Vorsitzenden und einem Vizevorsitzenden, die aus der Runde der Abgeordneten selbst gewählt werden. Alle Tibeterinnen und Tibeter, die das 25. Lebensjahr erreicht haben, haben das Recht, als Abgeordnete in die Volksversammlung gewählt zu werden. Die Wahlen finden alle fünf Jahre statt. Alle Tibeterinnen und Tibeter, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, sind stimmberechtigt.

Die Abgeordneten treffen jährlich in zwei Sessionen mit einem Intervall von sechs Monaten zwischen den beiden Sessionen zusammen. In Notfällen kann Seine Heiligkeit der Dalai Lama eine ausserordentliche Session einberufen. Wenn die Versammlung keine Session hat, besteht ein beständiger Ausschuss von zwölf Mitgliedern: zwei Mitglieder aus jeder Provinz, ein Mitglied aus jeder religiösen Schule und ein Mitglied, das direkt von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama nominiert wurde.

Als Vertreterinnen und Vertreter des Volkes unternehmen die Abgeordneten regelmässig Touren zu den tibetischen Gemeinschaften, um sich ein Gesamtbild über deren Situation zu verschaffen. Nach der Rückkehr von solchen Reisen melden sie der Administration jede Beschwerde und Angelegenheiten, die der Aufmerksamkeit bedarf.

Durch die Lokalversammlungen, die in 38 wichtigsten tibetischen Gemeinschaften eingeführt sind, tritt die Versammlung der Tibetischen Volksabgeordneten ebenfalls in Kontakt mit dem Volk. Für die Schaffung einer Lokalversammlung sieht die Verfassung Gemeinschaften mit nicht weniger als 160 Personen vor. Die Lokalversammlungen widerspiegeln die Versammlung der Tibetischen Volksabgeordneten auf einer unteren Stufe. Sie werfen ein wachsames Auge auf die Aktivitäten der jeweils zuständigen Beamten, die für das Wohlergehen der Gemeinschaft verantwortlich sind. Den spezifischen Bedürfnissen der Gemeinschaften entsprechend arbeiten die Lokalversammlungen Gesetze aus und verabschieden sie.

Ausführliche Informationen in Englisch

 

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